Novalis, Humboldt und der Grand-Canyon Hettstedts

  • Strecke: 28.7 km
  • Dauer: ca. 8h
  • Beschaffenheit: Feldweg, Straße
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  • Autor(en): Märzexkurison, Luther-Trip

Die Tour führt flussaufwärts entlang der Wipper von Sandersleben bis nach Großörner und zurück über Walbeck. Unterwegs treffen wir neben natürlichen Besonderheiten auf prominente Mansfelder und ihre Hinterlassenschaften: Novalis und die Farbe blau im Schloss Oberwiederstedt, Mechthild von Arnstein und die St. Gangolfkirche sowie dass Schloss Burgörner, einstiger Sitz Wilhelm und Caroline v. Humboldts.

Um uns in Sandersleben die Wartezeit auf die Magdeburger zu vertreiben schlendern wir vom Bahnhof aus zur Ortsmitte. Wir kommen am Heimatmuseum und der Kirche vorbei und schauen in die ortsansässige Bäckerei hinein. Hier wird in der bunten Kuchenauslage ein süßes Teilchen Namens “Hettstedter Südkurve” angeboten. Auf die Frage, was es wohl mit diesem Namen auf sich hat, zuckt die Verkäuferinn lachend die Schultern. Aber einer der Kunden im Laden weiß mehr. Oder besser er vermutet, dass es sich um die Südkurve des Fußballplatzes am Walzwerkhäuschen oberhalb Hettstedts handelt. Irgendeiner der Fußballfans oder Spieler hatte wohl mal etwas mit der Bäckerei zu schaffen und so wurde die Südkurve zum Törtchen.

Dieter Riebahl, Vizepräsident vom FSV Hettstedt e.V. kann sich daran zwar nicht erinnern, aber auch er kennt die Bäckerei in Sandersleben.

Nahe Sandersleben, beim Schießberg, umgeben von einem Wäldchen liegt ein künstlicher See. Wir wollen ihn finden. Vom Ortsausgang Sandersleben aus folgen wir der wenig befahrenen L152 Richtung Hettstedt. Nach ca. 1 km Fahrt führt ein Weg rechts ab in einen Grund an dessen Eingang man eine alte Verladestation erkennen kann. Der Weg ist steinig, aber trotzdem mit dem Rad befahrbar. Nach einigen 100 Metern weitet sich der Blick und vor uns tut sich eine »Schatz im Silbersee«-Kulisse auf. Der frühere Kalksteinbruch zeigt sich heute recht idyllisch, er ist gefüllt mit grün leuchtendem Wasser. Am anderen Ufer des Steinbruchs fällt ein kleiner Bach einige Meter in die Tiefe. Ein seichter Strand findet sich auch und an dessen gegenüberliegende Uferseite ragen weiße Kalkschichten steil nach oben in den Himmel.

Wir folgen der Straße nach Hettsetdt und erreichen das Schloss Oberwiederstedt – Geburtshaus von Novalis (geboren 1772 mit dem bürgerlichem Namen Georg Philipp Friedrich von Hardenberg). Schloss und Schlosspark bilden zusammen mit der Marienkirche ein sehr schönes Ensemble. Uns zieht es zunächst in den Park und den angrenzenden Klostergarten, wo wir in der Frühlingssonne zwischen vereinzelt sprießenden blauen Blumen – Blausterne – pausieren.

Im Schloss werden wir anschließend durch die Räume des Novalis-Museums geführt und treffen auch hier neben einigen wenigen originalen Exponaten immer wieder auf die Farbe Blau. Durch den Roman „Heinrich von Ofterdingen“ von Novalis wurde die „Blaue Blume” als Verbindung der Motive der Sehnsucht nach Ferne, Naturerleben sowie dem Streben nach Glück und Unendlichkeit zum zentralen Symbol der Romantik. Angefixt von der holden Farbe sammeln wir von nun an noch einiges was schön blau ist …
Bei der benachbarten Kirche St. Marien handelt es sich um die Taufkirche des Novalis. Das Bruchsteingemäuer lässt die bewegte Geschichte des Gotteshauses erahnen. Seit Ende des 16. Jahrhunderts wurde allein der westliche Teil des Baus weiter als Kirche genutzt, das östliche Schiff wurde hingegen als Speicher ausgebaut – von dieser Nutzung zeugen heute noch zahlreiche, ins Mauerwerk eingebrachte Luken mit Holzverschlägen. Am östlichen Abschluss des Kirchenschiffes ist noch das große und breite Maßwerkfenster zu erkennen, dass einst den sonst sehr schlicht gehaltenen Bau verzierte.

Unterhalb Hettstedts, nahe der Wipper, steht das verlassene Areal der ehemaligen Saigerhütte. Die 1688 in Betrieb genommene Saiger-Gewinnung diente der Entsilberung des Kupfers und existierte in dieser Form bereits seit dem Mittelalter. Im Zuge des technischen und chemischen Fortschritts wurde der teure und aufwendige Saigerprozess durch das sogenannte Amalgamierverfahren abgelöst. Dies sparte einen Teil des enormen Energieverbrauchs; das Saigerverfahren blieb jedoch weiterhin eine große gesundheitliche Belastung für Mensch und Umwelt.

Nach der Wende und der anschließenden Privatisierung des Betriebes, nahm die Produktion stark ab und stagnierte schlussendlich mit der Schließung der Saigerhütten 1998.

Heute verweist nichts mehr auf die ursprüngliche Nutzung des Geländes. Stattliche Industriefenster und großzügige Gebäudestrukturen lassen ehemals prächtige Industriehallen erahnen. Die nun leeren Gerippe erzählen ihre eigene, morbide Geschichte. Birken wachsen aus rissigen Böden, Moose überwuchern Schutt und Müll; die Szenerie gleicht einer bizarren Theaterkulisse in der sich die Natur das Gelände zurückerobert.

Die graue Patina der verlassenen Industrieruine mischt sich am Rande des Grundstücks mit farbenfrohen Akzenten moderner Freizeitkultur. Die Spuren führen zum benachbarten Paintballplatz, der zur beliebten Freizeitaktivität der Region avanciert.

Von der Saigerhütte aus unterqueren wir den Eisenbahndamm und laufen parallel zur Bahnlinie durch ein Eichenwäldchen. Nach einer Wiese von der aus wir die Stadtkulisse von Hettstedt erblicken wird die Hochebene jäh durch einen Taleinschnitt unterbrochen.

Neben den steil abfallenden Hängen, befindet sich die Hexentreppe. Ein stufenförmig angelegter Entwässerungsgraben welcher das herabströmende Wasser davon abhalten soll, den nahegelegen Bahndamm der einstigen Kanonenbahn zu unterspülen. Die Bahnlinie führt den recht kriegerischen Namen, da sie in den 1880er Jahren als militärstrategische Verbindung (Berlin-Metz) errichtet wurde. Der ungeheure technologische Aufwand des Bahnlinienbaus mit der Gleisbett, Damm, zahlreiche Tunnel und Entwässerungen sind mit Reparationszahlungen von Frankreich an Deutschland, im Ergebnis des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) finanziert worden.

Tal der heiligen Reiser Hettstedt

Nahe der Hexentreppe, am Rande des Steilhangs finden wir einen Trampelpfad der hinab ins Tal der heiligen Reiser führt. Unten stehen wir vor einer gewaltigen, zerklüfteten, roten Mauer, deren Erscheinung tatsächlich an den berühmten Grand Canyon erinnert.

Die Felswand und die Höhlen im Tal der heiligen Reiser sind gut sichtbare Zeugen der Erdgeschichte. Hier liegt Porphyrkonglomerat auf rotem Sandstein. Die steilen Hänge der Steinbrüche zeigen die verschiedenen erdzeitlichen Schichtungen, die oberen verlaufen horizontal die unteren sind stark geneigt. Die Höhlendecken sind völlig gerade Flächen.<br>

Sie haben mit ihrem Einschlüssen das Ansehen von Waschbeton. Man erblickt hier die unterste Lage des horizontal lagernden Porphyrkonglomerats.

weitere Informationen auf kupferspuren.de

St. Gangolf Kirche auf dem Kupferberg

Vorbei an einigen Häusern unterqueren wir den Bahndamm und folgen links der Promenade, rechts fließt uns die Wipper entgegen.

Wir haben einen Termin mit Waldtraut Hornickel vom Förderverein Gangolfkirche Hettstedt e.V. und wollen sie in der kleinen Kirche des Vereins besuchen. Frau Hornickel erzählt uns die Geschichte vom ersten Erzfund auf dem Kupferberg. Es ist die Sage von den Bergknappen Nappian und Neucke – “beide kamen aus Goslar, sie waren auf der Suche nach Arbeit und neuen Wirkungsstätten”. Frau Hornickel fügt lächelnd hinzu “so wie das heute ja auch ist”.

Die Kapelle wurde wohl um 1200 von Bergleuten in Dankbarkeit für den hiesigen Kupferfund errichtet. Wenig später gründete Mechthild von Arnstein hier ein Hospital, seither trägt wohl auch die Kirche den Namen von St. Gangolf, dem Schutzpatron der Brunnen und Hospitäler.

In die hinein Kanzel, dem Prediger im Rücken, ist ein Bild von Luther gemalt –

Luther ohne Barett im besten Alter. Als wir fragen, von wem es sei, winkt Frau Hornickel ab “immer haben wir Ärger mit Luther”, die evangelische Kirche will inzwischen das Lutherbild haben. Das Bild ist jedoch direkt auf das Holz der Kanzel gemalt und “die Kanzel lag längst auf dem Boden und war vergessen, bis unser Verein sie rettete und konservierte” so Frau Hornickel. Sie kennt die Gangolfkirche noch als Ruine, sie war bereits von der Kirche an die Stadt Hettstedt übertragen. 1995 wurde der Verein gegründet um das Haus wieder herzurichten. “Man kann nicht immer warten und jammern. Nein, man kann etwas tun”, erklärt uns Frau Hornickel.

Am schönsten ist die Geschichte der beiden neuen Glocken, sie sind im Sommer 2013 im Kirchgarten öffentlich gegossen worden. Ein Gedenkstein an der Gussstelle und der Bilderbuchschrank in der Kirche berichten davon. Schließlich dürfen wir noch die jungen Glocken läuten. Der Ärger mit Herrn Luther ist vergessen …

Südöstlich des Stadtzentrums von Hettstedt gelegen, erstreckt sich auf einer Anhöhe das Areal der ehemaligen Bleihütte von Hettstedt. Von der Hütte selbst ist nichts mehr zu sehen, in den Jahren nach der Wende wurde das Gelände aufwendig saniert. Einzig der Lokschuppen aus vergangener Zeit ist übrig geblieben und wird heute von der Mansfelder Bergwerksbahn als Endhaltestelle genutzt.

Beim Blick über das sonst kahle Gelände fällt mir auf, wie frisch und sauber alles wirkt. Der Wind weht kräftig aus dem angrenzenden Birkenwäldchen. Für mich ein unwirklicher Ort, unheimlich klar und die industrielle Vorgeschichte ist noch allerorts spürbar.

Renaturierung: Nach kurzem Fußweg stehen im Birkenwäldchen ein paar Rehe.

Vis à vis, auf der anderen Seite des Tals, liegt das noch heute produzierende Werk von MKM (Mansfelder Kupfer und Messing) mit seinen unübersehbar strahlend blauen Hallen.

Nach dem Abstieg hinab ins Tal passiert man das Lichtloch 24. Mit einem kleinen Gebäude umbaut verbindet das Lichtloch seit 1852 den 32 km langen Schlüsselstollen mit dem Tageslicht. Der Schlüsselstollen ist einer der größten seiner Art und entwässert das Mansfelder Bergbaurevier bis heute.

Ganz in der Nähe befindet sich im Hettstedter Ortsteil Burgörner das Humboldt Schloss, an dem sich zwei Themenkreise miteinander verbinden. Zum einen diente das Anwesen Wilhelm von Humboldt nach seiner Heirat mit Caroline von Dacheröden im Jahr 1791 mehrere Jahre als Sommerresidenz, zum anderen beherbergt es heute das Mansfeld-Museum. Ursprünglich Ende der 80er Jahre als Betriebsmuseum des VEB Mansfeld Kombinat eröffnet, dokumentiert es auch heute noch die Berg- und Hüttengeschichte der Region. Auf mehreren Stockwerken werden einzelne Aspekte des Bergbaus klassisch ausgestellt; traditionelle Kleidung, Kristalle, fossile Funde, Kupfererzeugnisse und deren Weiterverarbeitung. Des Weiteren kann man sich auf einer Etage über die Familiengeschichte der Humboldts und die Historie des Hauses informieren. Der angrenzende Maschinenpark zeugt von optischer, beinahe grafischer Qualität und zeigt in bunten Farben Maschinen eines vergangenen, industriellen Zeitalters.

Highlight ist auf jeden Fall die imposante, originalgetreue Dampfmaschine, ein Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine aus dem Jahr 1785. Sie wurde Ende der 80er von den Arbeitern des Mansfeld-Kombinats nachgebaut und läuft auch heute noch.

Nach dem Passieren der Eisenbahnbrücke türmen sich zu beiden Seiten zwei Kupferschieferhalden. Der Zugang ist offen und so ist es auch für Ungeübte einfach, den Hang hinaufzusteigen und einen Blick über das Hettstedter Tal zu erlangen. Hinüber zu den großen blauen Werkhallen des MKM oder gegenüberliegend auf den steilen Hang, zu dessen Fuß sich die »Alte Wipper« tief in das Tal geschnitten hat.

Am Ortseingang von Großörner, an der Ecke eines Blumenladens, biegt die Meisfelder Straße ab und zieht einen steilen Berg hinauf. Auf halber Strecke des Anstiegs befindet sich der Getränkeschuppen von Ingrid Röthel. Hier trifft sich die Nachbarschaft, Gäste von außerhalb werden herzlich aufgenommen.

Am Ende des besiedelten Gebietes und am Ende des Berges erschließt sich ein asphaltierter Weg, von dessen Scheitelpunkt sich ein umfassender Blick zurück über das Hettstedter Tal und die dahinterliegenden großen Kupferschieferhalden erstreckt.

Später, nach der Unterführung der Bundesstraße 180, mündet der Weg in ein seichtes, landschaftlich schönes Tal. Der Asphalt endet und wird zum befestigten Wanderweg. Am Wegesrand lassen sich verwitterte grüne Markierungen finden, Hinweise auf einen alten Rundwanderweg, der von Hettstedt über Meisdorf zurück nach Hettstedt führte. Das Gelände ist in Richtung Meisfeld permanent ansteigend und zeitweise mit steilen Rampen versehen.

 

Das Walbecker Schloss ist in der Region als Sonnenschloss bekannt. Diesen Titel gewann der dreiflügelige Bau erst in jüngster Vergangenheit, denn großflächig wurden auf den Dächern Sonnenkollektoren installiert.

Zuvor stand hier einmal das Benediktinerinnenkloster »St. Andreas«,  welches durch Otto III., auf Wunsch seiner Großmutter Adelheid gestiftet wurde.

Auf den ersten Blick wirken die Teiche unterhalb des Schlossen Walbecks unspektakulär. Doch sie sind mehrmals jährlich Schauplatz für ein sehenswertes Ereignis: Das Abfischen.

Oberteich, Mittelteich und Mühlteich, gehören dem Fischzüchter Hepach und dienen als Kinderstube für seine Fische. Der selbstständige Fischzüchter betreibt „Fischhandel in allen Facetten: Ankauf, Veredelung und Verkauf“ (Andreas Müller, Angelzentrum Quedlinburg).

Beim mehrmals jährlich stattfindenden Abfischen wird nun ein Teil des Wassers aus den Teichen gelassen und die Fische dann mit Schleppnetzen eingefangen.  Interessierte können die lebendigen Fische direkt vom Teich kaufen und damit ihre eigenen Teiche bestücken. Für ein Kilo Weißfisch zahlt man etwa 2,50 Euro für Karpfen 3,50-6,00 Euro (viele kleine Fische sind teurer als wenig große). Man sollte sich aber schon vorher anmelden, denn die Walbecker Fische sind beliebt.

Das Abfischen selbst zieht außer den Luther-Triplern auch Schaulustige aus der Umgebung an und die Angelvereine bringen viele Helfer mit, denn Fische fangen, nach Arten trennen und wiegen ist wirkliche „Knochenarbeit“. So kommt es, dass das Abfischen in Walbeck ein gut besuchtes Event ist.

Herr Hepach verkauft seine Fische in bereits veredelter (geräuchert, getrocknet, …) Form im Übrigen auch auf diversen Wochenmärkten in der Region. „Hagen mit seinem Fischwagen ist in der Gegend schon bekannt“ (Andreas Müller) und somit eine weitere kleine Berühmtheit aus Walbeck.

 

Von Walbeck führt ein Weg durch ein Tiergehege mit heimischen Arten hinunter zum Planteurhaus. Die als Pension und Tagungsort genutzte Villa liegt an einem der angestauten Teiche des Ölgrundbaches. Zwei lebendige Schwäne gehören zum Inventar der Anlage.

Auf der Homepage der Herberge wird der Bau als architektonisches Rarität im Stile Palladios gepriesen. In der Tat das Gebäude ist eine imposante Adaption antiker Vorbilder. Statt, wie bei einzelnen Villen Pomejis, einem dekorativem Wechsel von Ziegel und Vesuv-Lava, wird die Fassade des Planteurhauses aus unverputztem Naturstein (Grauwacke) durch gerahmte Friese aus Mansfelder Schlacke gegliedert.

Frau Gertrud Alfter vom Planteurhaus erzählt uns die Geschichte von den vier mysthischen Eichen zwischen Walbeck und Wiederstedt.

So sollen die Eichen in Form einer Rune gepflanzt worden sein und damit einem kultischen Zauber angehören. Wohlmöglich schützt ihre Kraft das Tal des Ölgrundbaches und die Ruhe, die dort herrscht. Ob man nun an spirituelle Energien glaubt oder nicht, die Eichen sind aufgrund ihres stattlichen Umfangs und ihrer außergewöhnlichen Position im Gelände einen Besuch wert.

Die sogenannte Adelheidseiche, der bekannteste der vier Bäume, steht auf halber Strecke zwischen Tierpark und Planteurhaus gleich bei der Adelheidquelle. Ihre Wurzeln sollen bis in das 14. Jh. zurückreichen. Namensgeberin ist die heilige Kaiserin Adelheid, die zweite Ehefrau Kaiser Ottos I., welche für einige Zeit ihren Witwensitz in Walbeck hatte.

Wir laufen den Wanderweg in Richtung Wiederstedt gleich unterhalb des Plantuerhauses folgen zwei weitere Eichen. Zusammen mit der Adelheidseiche stehen sie in einer Reihe entlang des Ölgrundbachs. Außerhalb dieser Reihe, in einem Waldstück nördlich gegenüber des Plateurhauses steht auf einem kleinen Felsen über einem Fahrweg eine vierte doppelstämmige Eiche, welche Ziegenbergeiche genannt wird.

Nach dem Planteurhaus und den  Eichen folgen der Ölteich, ein kleines Angelgewässer, kleine Gärten und beschauliche Häuser mit Stegen, die über den Bachlauf führen, ehe wir auf der Hauptstraße angelangen, die Sandersleben mit Hettstedt verbindet.

Etwas von der Hauptstraße zurückgesetzt befindet sich der Wiederstedter Gasthof »Zum  goldenen Löwen«, der von den Einwohnern gern besucht wird. Daher empfiehlt sich bei größeren Gruppen sowie Freitags und Samstags eine Reservierung (03476/553030).

Hier kann man preiswert und in gemütlichem Ambiente speisen. Auf der Karte steht vor allem Hausmannskost mit deftigem Fleisch. Erwähnenswert ist zudem die üppige Cocktail-Karte sowie der vom Inhaber selbst gebrannte Schnaps zur Verdauung.

Unser Ziel ist wieder der Bahnhof in Sandersleben welcher gute Zugverbindungen nach Halle (ca. 2o min) und Magdeburg (ca. 45 min) vorweisen kann.